Touristische Sehenswürdigkeiten:

Geschichtswanderweg

Ausgehend vom Informationspunkt (Schutzhütte am Ortseingang) führt der Geschichtswanderweg entlang der Silke an der östlichen Peripherie des Ortes. Bevor man diesen kleinen Rundwanderweg begeht, sollte man einen Abstecher zur Wüstung Kirchdorf unternehmen. Dort befindet sich der älteste steinerne Zeitzeuge der Gegend, der Grabstein des Heydenreich Rieme von 1300. Von dort geht es dann zum Ausgangspunkt unserer kleinen Wanderung zurück.

Als erster Aussichtspunkt kann der „Kohlwiesenberg“ bestiegen werden.Hier kann man an einer Informationstafel etwas über das Gericht Allerburg mit den Dörfern Bockelnhagen/Weilrode, Silkerode und Zwinge erfahren.

Vorbei am „Judengraben“ und an der Einmündung der „Großen Gasse“ gelangen wir in „Gläsners Graben“. Vermutlich befanden sich in dieser Flur im 17. Jahrhundert Waldglashütten, denn die hauptsächlichen Rohstoffe Holz, Wasser, Sand waren hier vorhanden. Die Quelle „Gläsners Born“, eine ehemalige Wasserstelle des Dorfes und die schattenspendenden Bäume rings um den Teich, laden an diesem Rastplatz zum Verweilen ein.

Danach erklimmt man eine kleine Anhöhe und gelangt in den Ortsteil „Hamberg“, wahrscheinlich der älteste Ortsteil der Gemeinde. Er befindet sich unmittelbar an der Silke, war doch die Wassernähe bei der Gründung von Siedlungen wichtiges Merkmal. Weiter zwischen Silke und dem Mittelberg gelangen wir in den "Borngrund", mit Schießstand und Schützenhaus, Spielplatz, Kegelbahn und Festhalle, mitten im Grünen, heutiges Naherholungsgebiet und Zentrum vieler Dorffestlichkeiten.

Von hier wird die Wanderung weiter im Schatten in Richtung „Eichholz“ fortgesetzt. Das „Eichholz, eine fast separate Siedlung am „Lauterberger Weg“ gelegen, bildet den nördlichen Abschluss von Silkerode. Auf diesem Weg zog am 13. Dezember 1777 Johann Wolfgang von Goethe, aus dem Harz kommend, in Richtung Duderstadt. Am Fuße des „Lauterberger Weges“ tritt die Eichholzquelle, eine Nebenquelle der „Silke“ zu Tage und lädt zum Verweilen ein.

Hier im „Eichholz“ stehen auch zwei Stieleichen (ND). Mit einem Alter von ca. 500 bis 600 Jahren, sind sie die ältesten Bäume ihrer Art in unserer Gemeinde und weiter Umgebung.

Nun wenden wir uns wieder dem Ortskern zu und gelangen an die Schule, dem ehemaligen „Oberhof“ des Freiherrn von Minnigerode. Außer dem sehenswerten Fachwerk sind hier, in der ehemaligen Parkanlage, einige seltene Baumarten und teilweise auch mächtige Bäume zu finden.

Weiter auf der Dorfstraße erreichen wir die „Alte Schule“, heute Wohnhaus und die sehenswerte Fachwerkkirche, erbaut 1822. In der Mitte des Ortes gehen wir am historisch bedeutsamen Kriegerdenkmal rechts ab zum Anger, vorüber am „Unterhof“, der sich links befand. An ihn erinnern nur noch einige sehr große Bäume ( Lawsonsche Scheinzypresse, Trauerulme und Linde [ND]. Ansonsten ist dieses Terrain mit Wohnhäusern neu bebaut.

Am Anger befindet sich das 1792 errichtete Erbbegräbnis derer von Minnigerode, das „Mausoleum“. Es ist das einzige barocke Grabgewölbe in unserer Region.

Entlang am Friedhof und der „Nussallee“, in Richtung Ausgangspunkt, genießen wir von hier oben den herrlichen Blick auf das „Tal derWeilröder Eller“, dem "Lochberg" und die „Allerburg“.

Aus dem Infoblatt des Heimat und Geschichtsverein
Amt Gerode/Gericht Allerburg“ vom April 1999

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